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Bratislava – Bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Bratislava (SVK) schied der Griechisch-Römisch-Ringer Sebastian Wagner (67 kg) am Dienstagvormittag in der Hoffnungsrunde aus.
Bei seinem WM-Debüt traf Sebastian Wagner in der Qualifikation auf Kazybek Kalmagambekov (KAZ), gegen den der Ringer vom KSV Pausa mit 0:9 Punkten das Nachsehen hatte. Wie stark der Ringer aus Kasachstan war, bewieß er in den folgenden Duellen, in denen sich Kalmagambekov souverän ins Finale kämpfte und am Ende auch Weltmeister wurde. Nur gegen Amryn Nutter (USA) gab es einen knappen 1:1-Erfolg. Und genau gegen den US-Ringer musste Sebastian Wagner in der Hoffnungsrunde antreten, nachdem der Kasache das Finale erreicht hatte.
In diesem Duell kämpfte der Sportschüler, der in Leipzig am Bundesstützpunkt trainiert, gegen Nutter auf Augenhöhe, konnte aber eine 2:5-Niederlage gegen den US-Ringer nicht verhindern.
Damit kam das Aus nach zwei Begegnungen bei dem ersten WM-Auftritt für den Vogtländer, in dieser sehr stark besetzten Kategorie bis 67 Kilo. "Allein die Nominierung war schon ein großer Erfolg, Sebastian hat sich auf nationaler Ebene herangekämpft und die Teilnahme an der Weltmeisterschaft redlich verdient", so Ulrich Leithold, der mit Familie Wagner und weiteren Ringern und Fans aus Sachsen mit gleich drei Kleinbussen in Bratislava dabei war.
"Sebastian hat sich über die letzten Jahre sehr gut entwickelt, hat sich in der Deutschen Spitze etabliert und dabei auch den ein oder anderen Stein aus dem Weg geräumt. Dabei konnten wir immer auf die großartige Unterstützung seines Heimatvereins - den KSV Pausa - all seinen Trainingspartnern und nicht zuletzt auf seine Familie verlassen", reist Landestrainer Andreas Bering mit seinem Schützling nicht unzufrieden nach Hause zurück.
In diesem Jahr legte Sebastian Wagner neben dem WM-Ticket auch ein sehr gutes Abitur am Landesgymnasium für Sport in Leipzig ab. Mit Unterstützung des OSP Sachsen ist in den kommenden Jahren seine duale Karriere aus Studium und Training perfekt koordiniert.
"Beste Voraussetzungen also, um sportlich und beruflich voll durchzustarten", so Landestrainer Andreas Bering, der noch am vergangenen Wochenende direkt vom Grand Prix aus Dortmund sofort nach Bratislava weiterreiste.
Jörg Richter


Fotos: K. Wagner