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Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften 2025 im Ringen hat Maximilian Schwabe seine beeindruckende Einzelmeisterschaftskarriere beendet. Damit geht nicht nur sportlich ein erfolgreiches Kapitel zu Ende, sondern auch eine Laufbahn, die sinnbildlich für Leidenschaft, Bodenständigkeit und jahrzehntelanges Engagement für den Ringsport steht.
Seine Reise begann dort, wo Ringen mehr als nur Sport ist– beim KSV Pausa im Vogtland. Schon als Kind fand Maximilian den Weg auf die Matte, betreut von seinem ersten Trainer Rolf Steglich, der früh sein Talent erkannte und prägte. Passend dazu war auch sein erstes Turnier der KSV-Pokal, ausgerichtet vom Heimatverein. Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten, und noch als reiner Vereinssportler (ohne Stützpunktzugehörigkeit) des KSV Pausa, errang Maximilian seinen ersten deutschen Meistertitel.
Mit dem Wechsel an die Sportschule nach Leipzig zur 8. Klasse nahm seine Karriere weiter Fahrt auf. Über viele Jahre hinweg bestätigte er sein hohes Leistungsniveau, sammelte zahlreiche Medaillen bei Deutschen Meisterschaften und wurde zu einem festen Bestandteil der Jugend- und später der Männer-Nationalmannschaft. Der sportliche Höhepunkt dieser Zeit war zweifellos der Gewinn des Grand Prix in Dortmund sowie die Teilnahme an den Männer-Europameisterschaften 2016.
Auch im Mannschaftsringen hinterließ Maximilian bleibende Eindrücke. Über viele Jahre war er eine tragende Säule der Bundesliga-Mannschaft des KSV Pausa in der 2. und 1. Bundesliga. Nach dem Bundesliga-Abstieg im Jahr 2018 führte ihn sein Weg nach Schorndorf, ehe er in den vergangenen fünf Jahren beim AC Lichtenfels auf der Matte stand und dort seine Erfahrung und Klasse einbrachte.
Ganz abgeschlossen ist die Reise jedoch noch nicht: In der kommenden Saison wird Maximilian seine Abschiedstournee beim heimischen KSV Pausa bestreiten. Dort, wo alles begann, dürfen sich die Fans noch einmal auf spannende Kämpfe, große Emotionen und die unverwechselbare Art freuen, mit der er das Publikum über Jahre hinweg begeistert hat.
Der Ringerverband Sachsen dankt Maximilian Schwabe für seine zahlreichen Erfolge, seinen unermüdlichen Einsatz und sein vorbildliches Engagement für unsere Sportart. Er war und ist ein Aushängeschild des sächsischen Ringsports.
Neben der Matte wartet nun ein neues, ebenso anspruchsvolles Kapitel: Als Familienvater von zwei kleinen Kindern stellt er sich den täglichen Aufgaben abseits des Sports. Dafür wünschen wir ihm, seiner Familie und seinem weiteren Lebensweg von Herzen alles Gute, Gesundheit und Erfolg.
Danke, Maximilian – für alles, was du dem Ringen gegeben hast.
Werner Schellenberg
Ringerverband Sachsen

1999 - Erster Wettkampf beim KSV-Pokal 
2002 - Maximilian zu Hause

2003 - Maximilian mit seinem damaligen Trainer Rolf Steglich

2025 - Maximilian und Trainer Andreas Bering bei der Deutschen Meisterschaft in Elsenfeld

2025 - Emotionaler Abschied von der Einzelmeisterschaftskarriere

Maximilian mit seiner Familie und Papa Andreas Schwabe